Fused Deposition Modeling (FDM) oder Fused Filament Fabrication (FFF)

bezeichnet ein Fertigungsverfahren aus dem Bereich des Rapid Prototyping, mit dem ein Werkstück schichtweise aus einem schmelzfähigen Kunststoff aufgebaut wird.

Vorteile:

– günstig
– kurze Durchlaufzeiten
– Fertigung von Funktionsteilen
– sehr große Materialauswahl (vom einfachen Bio-Kunststoff bis zum Hochtemperatur beständigen Hochleistungskunststoff)

Nachteile:

– kein hoher Detaillierungsgrad möglich. Minimale Wandstärke 0,40 mm
– sichtbare Layer (Schichten)
– es sind teilweise Stützstrukturen nötig

Schichtstärke:

0,05 mm – 0,30 mm

Toleranzen:

bis 50 mm: ±0,20 mm
ab 50 mm: ±0,4 %

max Bauraum:

250 x 210 x 200 mm

Verfahren

Im „Schmelzschicht“-Verfahren wird zunächst ein Raster von Punkten auf eine Fläche aufgetragen. Erzeugt werden die Punkte dabei durch die Verflüssigung eines drahtförmigen Kunststoffmaterials, der Aufbringung durch Extrudieren mittels einer Düse sowie einer anschließenden Erhärtung durch Abkühlung an der gewünschten Position in einem Raster der Arbeitsebene.
Der Aufbau eines Körpers erfolgt üblich indem wiederholt, jeweils zeilenweise eine Arbeitsebene abgefahren und dann die Arbeitsebene ‚stapelnd‘ nach oben verschoben wird, sodass eine Form schichtweise entsteht.
Bei der schichtweisen Modellherstellung verbinden sich damit die einzelnen Schichten zu einem komplexen Teil. Auskragende Bauteile können mit diesem Verfahren unter Umständen nur mit Stützkonstruktionen erzeugt werden.